Situation Schweiz


31.05.2020

Nächsten Samstag ist es soweit. Wir können unsere Freiheit wieder ausleben.

Hier ein paar Tipps für Euer erstes Date nach dem Lookdwon. Im Vordergrund steht immer die Gesundheit von Dir und der Dame. Eines müssen wir uns immer noch vor Augen halten. Das Virus ist noch da.

So verhalte ich mich jetzt.

  • Die Dame muss mit einem Schutzkonzept arbeiten. Besucht keine Dame, die die Sache auf die leichte Schulter nimmt. Informiert Euch über Ihr Schutzkonzept?
  • Nehmt immer selber noch Schutzmasken und Desinfektionsmittel mit.
  • Küssen ist strengsten verboten. Sollte eigentlich auch selbstverständlich sein.
  • Ich besuche nur Damen, die ich kenne. Zu diesem Zeitpunkt brauche ich Damen und Anbieter, denen ich 100 % vertrauen kann.
  • Lasst Euch nicht locken mit Rabatten. Eure Gesundheit ist kostbarer als jeder Rabatt. Ausser Ihr kennt die Dame gut und vertraut ihr.
  • Lange Zugfahrten unterlasse ich auch zum jetzigen Zeitpunkt und noch länger.


20.04.2020

Sexualassistenz für Menschen mit Handicap


Sehr geehrter Herr Bundesrat Alain Berset

Ich schreibe Ihnen im Namen aller Menschen mit einer Behinderung. Ich engagiere mich seit Jahren intensiv mit dem Thema Behinderung und Sexualität. In dieser Eigenschaft nenne ich mich Botschafter für eine selbstbestimmte Sexualität. Ich führe auch eine eigene Homepage: www.danielwernli.ch

In der derzeitigen Krise geben Sie den Menschen Vertrauen, weil Sie sehr authentisch und sachlich versuchen, der Bevölkerung die Situation zu erklären.

In der Bundesratspressekonferenz vom 16. April haben Sie diverse Lockerungen bekanntgegeben. Sie haben personenbezogenen Dienstleistern erlaubt, per 27. April wieder zu öffnen und ihre Arbeit aufzunehmen. Ich freute mich sehr, weil für mich klar war, dass ich nun meine Sexualassistentin wieder besuchen darf. Selbstverständlich unter Einhaltung sämtlicher bekannten Hygiene- und Schutzmassnahmen. Doch dann kam die Ernüchterung. Der Bund wirft die wertvolle Assistenztätigkeit in den gleichen Topf wie die Arbeit von Liebesdienerinnen aus herkömmlichen Erotik-Clubs. Das trifft uns Menschen mit Behinderung zutiefst!

Im Jahre 2004 wurde bei uns das Behindertengleichstellungsgesetz eingeführt. Im selben Zeitraum wurde auch die ersten Ausbildungslehrgänge für Sexualassistenz durch Pro Infirmis lanciert. Unsere ‘Lobbyistin’ war damals die Psychotherapeutin Frau Dr. Aiha Zemp von der Fachstelle Behinderung und Sexualität. Leider ist Frau Dr. Zemp verstorben. Deshalb setze ich mich nun in Bezug auf Sexualassistenz für uns Menschen mit Behinderung ein.

Sexualassistenz bietet uns Menschen mit einem Handicap eine einzigartige Möglichkeit, dem tristen Alltag zu entfliehen. Es stärkt das Selbstbewusstsein, lässt uns wieder fröhlich sein und fördert in den meisten Fällen auch die Leistungsfähigkeit. Sie gibt uns Kraft, das Leben trotz einem Handicap zu meistern und - wie ich - noch einem geregelten Arbeitsalltag nachzugehen. Gerade das Selbstbewusstsein und die Fröhlichkeit sind genau die richtigen Zutaten für Menschen mit einem Handicap, die jetzige Krise auch seelisch heil zu überstehen. Für uns Menschen mit Behinderung ist Sexualassistenz ein ganz wichtiges Lebenselixier. Und was ich besonders hervorheben möchte: Für uns Menschen mit Behinderung ist Sexualassistenz ein Ersatz für eine Partnerschaft, die wir sonst aufgrund unserer Behinderung nicht ausleben können. Sexualassistenz ist eine Dienstleistung im Sinne der Gleichstellung und auch der Menschenrechte. So ist auch die Motivation der Sexualassistenz grundsätzlich anders einzustufen als jene der herkömmlichen erotischen Dienstleistung.

Vom Bundesrat wurde in den letzten Wochen immer wieder propagiert, dass der gesundheitliche Schutz der vulnerablen Personen ganz wichtig ist. Ich selbst befinde mich seit fünf Wochen zu Hause in der Isolation. Ich arbeite dank modernster Technik von zu Hause aus. Nach fünf Wochen kommt auch bei mir langsam ein gewisser Lagerkoller auf. Auch wir vulnerablen Personen möchten wieder ein Stück weit am Leben teilhaben können!

Ich bitte Sie, sehr verehrter Herr Bundesrat Alain Berset, überdenken Sie Ihre Entscheidung in Sachen Sexualassistenz. Bitte erlauben Sie den Anbietern unter Abgabe eines umfassenden Sicherheits- und Schutzkonzeptes die Wiederaufnahme ihrer Arbeit per 27. April 2020.

Bitte lesen Sie dazu als Beispiel das vorbildliche umfassende Hygiene- und Schutzkonzept meiner aktuellen Sexualassistentin in der Beilage. Sie hielt ihr Hygienekonzept mit den Masken bereits vor dem offiziellen Lockdown für ihre Kundschaft bereit. Ich sehe bei ihrer Art von Arbeit hinsichtlich des Risikos einer möglichen Virus-Übertragung keinen Unterschied zu all den anderen Dienstleistern wie Coiffeursalons, Kosmetikstudios, Nail-Design-Studios, Tattoo-Studios oder herkömmlichen Massageanbietern.

Ich bedanke mich bei Ihnen, dass Sie Zeit genommen haben, um meine Zeilen zu lesen und hoffe sehr auf einen positiven Bescheid von Ihnen – im Namen von uns Menschen mit Behinderung.

Mit freundlichen Grüssen

Daniel Wernli

12.02.2020

Anbieter für Menschen mit einem Handicap


Andana Massagen
erotische Massagen vom Feinsten für Menschen mit und ohne Handicap.
www.andana.ch

Sexcare.ch erotische Dienstleistungen für Menschen mit einem Handicap.
www.sexcare.ch

sexualbegleitung.com erotische Dienstleistungen für Menschen mit Handicap. Ich kann über dieses Angebot keine Auskünfte geben, weil ich keine Erfahrungen damit gemacht habe.
www.sexualbegleitung.com

sinnEROSe.ch erotische Dienstleistungen für Menschen mit Handicap. Ich kann über dieses Angebot keine Auskünfte geben, weil ich keine Erfahrungen damit gemacht habe.
www.sinnerose.ch



21.12.2019

Ergänzungen zum Bericht in der Mitgliederzeitschrift der Muskelgesellschaft Zürich.

Hier die Mitgliederzeitschrift der Muskelgesellschaft Zürich. Dezember 2019

Im Artikel der Muskelgesellschaft wird auf Seite 5, 3 Spalte im unteren Bereich wird ein Etablissement erwähnt. Leider wurde der Artikel anonymisiert und eine völlig falsche Bezeichnung benutzt.

Ich möchte diese fehlenden Angaben hier veröffentlichen und die Bezeichung korrigieren. Etablissement ist in meinen Augen das falsche Wort. Es ist das edelste und luxuriöseste Mssagestudio das ich kenne.

Jeder Besuch lohnt sich. Hier die Adresse. Jeder soll diese Möglichkeit haben diesen einzigartigen und wunderschönen Ort zu besuchen.

Andana Massagen
Staffelstrasse 10
8045 Zürich

Tel: 044 202 23 40
office(at)andana.ch

Rollstuhlfahrer oder Menschen mit einem sonstigen Handicap melden sich am besten per E-Mail an. Bitte beschreibt kurz Eure Behinderung so kann sich das Tema auf Euch einstellen.

Bericht über Andana
Mein Bericht über Andana Massagen steht unter "Daniel's Hall of Fame"

Meine Lieblingsdame
Es gibt bestimmt bei Andana Massagen einige wunderschöne Damen aber meine absolute Lieblingsdame ist die Enya. Enya kennt sich sehr gut mit Menschen die ein Handicap haben aus. Sie verfügt über ein mega Einfühlungsvermögen und massiert wie eine Göttin.

Ein Erlebnisbericht über einen Besuch bei Enya finden Sie auch und Daniel's Hall of Fame gleich unter dem Bericht über Andana Massagen.

04.05.2019

Nicht der Anbieter steht im Vordergrund, sondern die Sache.

Es gibt auf dem Markt viele Anbieter die erotischen Dienstleistungen für Menschen mit einem Handicap anbieten. Ich finde diese Arbeit als wichtig und lobenswert. Ich brauche diese Dienstleistungen nicht mehr. Denn ich habe durch Euch gelernt wie ich mit Frauen umgehen muss und habe mich in die freie Wildbahn entlassen.

Was mich aber an diversen Anbietern solcher Dienstleistungen tierisch aufregt, jeder meint er sei der Beste und nur sein Angebot ist das Richtige für einen Menschen mit einem Handicap. Nicht Ihr entscheidet wer das beste Angebot oder die beste Dienstleistung hat, sondern Eure Gäste und Klienten. Hört endlich auf Euch in den Vordergrund zu stehlen und dient endlich der Sache.

Einem Menschen mit Handicap ist Sex nicht gleich Geschlechtsverkehr. Das hat eine so breite Spanne was Sex für einen Menschen mit einem Handicap bedeutet, das kann sich niemand vorstellen. Deshalb haben alle Angebote auf dem Markt ihre Daseinsberechtigung. Eines ist mir aber sehr wichtig. Es muss in den Angeboten immer eine gewisse Transparenz herrschen. Was wird angeboten und was sind die Preise dafür.

Mir wurde einmal eine Frage gestellt, die mich bis heute verfolgt. «Würdest Du für eine Frau, die auf Menschen mit einem Handicap ausgebildet wurde, mehr zahlen.»

Ganz klare Antwort. Nein. Wenn eine Frau meint sie könne durch ihre Ausbildung an der Preisschraube drehen buche ich sie einfach nicht. Eine Ausbildung kann vielleicht etwas die Sinne schärfen aber den Umgang mit einem Rollstuhlfahrer zum Beispiel den hat man oder man ihn nicht. Ich spüre sofort, wenn eine Frau ihn hat oder nicht. Ich bin in der glücklichen Lage, das ich jetzt gleich zwei Frauen zur Verfügung haben, die ein unglaubliches Gefühl entwickelt haben, wenn sie mit mir zusammen sind. Ich glaube denen wurde das in die Wiege gelegt. Eine Ausbildung haben sie keine genossen. Sie lassen einfach den gesunden Menschenverstand walten und merken sich ganz gut meine Wünsche und Anregungen.

Also liebe Anbieter, nicht Ihr steht im Vordergrund, sondern die Sache. Akzeptiert, dass es heute viele Menschen mit einem Handicap die selbstständig sind und sich auf dem gesamten Markt umsehen und keine Unterschiede mehr machen ob die Frauen eine Ausbildung haben oder nicht. Stellt Euch diesem Markt mit fairen Preisen, Herzlichkeit und Einsatz.

06.01.2019

Braucht es ausgebildete Sexualbegleiter/Innen heute noch?

Ja, es braucht noch ausgebildete Sexualbegleiter/Innen.

Für Menschen mit einem mehrfachen Handicap die in einem Wohnheim leben und keine Erfahrungen in der eigenen Sexualität haben, ist es sicher der beste Einstieg, wenn er eine ausgebildete Sexualbegleiter/In beizieht. Diese Dame oder dieser Herr haben das Verständnis für das Handicap und können sich der Situation anpassen. Es besteht kein Zeit- und Leistungsdruck. Sie wissen in den meisten Fällen wie man sich in einem Wohnheim verhalten muss und kommen auch dem entsprechend gekleidet vor Ort.

Wenn es das erste Date ist, man gewöhnlich hypernervös. Das spreche ich aus eigener Erfahrung. Mir war es in diesem Augenblick auch egal ob die Dame das ganze Programm (inkl. Geschlechtsverkehr) anbietet oder nicht. Für mich war es damals einfach schon ein Ereignis eine nackte Frau in den Armen zu halten und ihre Brüste zu streicheln. Dieses Erlebnis war für mich schon sehr emotionsgeladen und ich genoss die Stunde mit ihr. Auch ich habe als Einstieg eine ausgebildete Sexualbegleiterin gebucht. In den ersten Jahren war das auch gut so.

Nein, es braucht keine ausgebildeten Sexualbegleiter/Innen mehr.

Für Menschen wie ich der schon jahrelange Erfahrungen in seiner eigenen Sexualität sammeln konnte und auch sonst selbstständig durchs Leben gehen kann, braucht es in meinen Augen keine ausgebildeten Sexualbegleiterinnen mehr. Wenn ich ehrlich bin, beachte ich diese Seiten auf denen ausgebildete Sexualbegleiterinnen stehen gar nicht mehr. Ich besuche jene Seiten, die auch jeder andere Mann besucht. Meine Erfahrungen und mein Gefühl können Inserate sehr schnell erkennen die für mich in Frage kommen könnten. Ich schaue immer ob ich die Dame schriftlich kontaktieren kann. Wenn dies möglich ist und eine Konversation entsteht, merke ich definitiv ob die Dame in meine engere Wahl kommt. Von 10 Anfragen schreiben ca. 4 zurück. Wenn ich ihr dann meinen Fall schildern kann ist das schon mal ein Zeichen, dass es eine einfühlsame und verständnisvolle Frau ist. Du darfst sie aber nicht zu Tode schreiben. Es kommt der Zeitpunkt wo Du Tatsachen schaffen musst, sprich ein Termin abmachen musst. So habe ich schon etliche Damen kennengelernt. Verläuft dann das Date nach meinen Vorstellungen behalte ich die Adresse für ein nächstes Mal. So konnte ich in all den Jahren ein breit abgestütztes Angebot für mich aufbauen, ohne eine Sexualbegleiterin zu buchen.

Zudem sind diese in all den Jahren auch immer dünner gesät. In meinen Augen auch verständlich. Jede Frau die etwas Einfühlungsvermögen, Verständnis und Menschlichkeit mitbringt kann ein Mann mit einem Handicap empfangen. In der heutigen Zeit wo das Wort «Inklusion» hoch im Kurs steht, erachte ich meinen Weg als der Richtige.